Kann ich mit Blogartikel E-E-A-T aufbauen?

Isabella Örtülü
Isabella Örtülü
isi-netzwerkagentur
29. September 2026
SEO
17 Min. Lesezeit

Sie kennen Ihr Handwerk. Sie wissen, was Ihre Kunden beschäftigt, welche Fragen immer wieder auftauchen und worauf es bei einer guten Lösung ankommt. Genau hier können Blogartikel ansetzen.

Vielleicht führen Sie einen Handwerksbetrieb, eine Praxis, ein lokales Geschäft oder einen Dienstleistungsbetrieb. Vielleicht sind Sie solo-selbstständig oder bauen gerade Ihr eigenes Unternehmen auf.

Ihr Fachwissen ist also längst da. Die Herausforderung besteht häufig darin, dieses Wissen auch online sichtbar zu machen.

Ein guter Fachartikel beantwortet nicht nur eine konkrete Frage Ihrer potenziellen Kunden. Er kann gleichzeitig zeigen, dass Sie Ihr Fachgebiet verstehen, praktische Erfahrung mitbringen und wissen, wovon Sie sprechen.

Damit sind wir beim Thema E-E-A-T.

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness – auf Deutsch: Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Google hat E-E-A-T um den Aspekt „Experience“ ergänzt, um auch praktische beziehungsweise eigene Erfahrung stärker zu berücksichtigen.

Als Zertifizierte Fachkraft für Content Marketing (IHK) beschäftige ich mich damit, wie Unternehmen ihr vorhandenes Wissen so aufbereiten können, dass daraus hilfreiche Inhalte für ihre Zielgruppe entstehen.

Gerade für kleine und familiengeführte Unternehmen liegt darin eine große Chance. Denn Sie müssen nicht über eine große Marketingabteilung verfügen, um Ihre fachliche Kompetenz online zu zeigen.

Ihr wertvollster Content ist häufig bereits vorhanden – in Ihrem Arbeitsalltag, in Ihren Erfahrungen und in den Fragen, die Ihnen Ihre Kunden immer wieder stellen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was E-E-A-T bedeutet, welche Rolle Blogartikel dabei spielen können und wie Sie Ihr vorhandenes Fachwissen nutzen, um online Kompetenz und Vertrauen sichtbar zu machen.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Artikel zu veröffentlichen. Entscheidend ist vielmehr, welches Wissen Sie teilen, wie hilfreich und konkret Ihre Inhalte sind und ob sie Ihren Lesern tatsächlich weiterhelfen.

Was bedeutet E-E-A-T?

E-E-A-T ist ein Konzept aus Googles Richtlinien zur Bewertung der Qualität von Suchergebnissen. Die Abkürzung steht für:

  • Experience – Erfahrung
  • Expertise – Fachwissen
  • Authoritativeness – Autorität
  • Trustworthiness – Vertrauenswürdigkeit

Google beschreibt E-E-A-T als eine Kombination von Aspekten, anhand derer sich hilfreiche und vertrauenswürdige Inhalte betrachten lassen. Dabei ist besonders wichtig: E-E-A-T selbst ist kein einzelner Rankingfaktor.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, finden Sie die Hintergründe direkt bei Google in der Dokumentation zu hilfreichen, vertrauenswürdigen und nutzerorientierten Inhalten.

Für kleine und familiengeführte Unternehmen ist das besonders interessant.

Denn Sie bringen häufig etwas mit, das sich nicht einfach kopieren lässt:

Echte Erfahrung aus der Praxis.

Ein Installationsbetrieb weiß beispielsweise, welche Probleme bei einer bestimmten Anlage häufig auftreten. Eine Physiotherapiepraxis kennt die Fragen, die Patienten vor einer Behandlung beschäftigen. Ein Fachgeschäft weiß, welche Produkte sich für bestimmte Anforderungen eignen und welche Fehler Kunden bei der Anwendung häufig machen.

Genau dieses Wissen kann die Grundlage für wertvolle Inhalte sein.

E-E-A-T bedeutet nicht, sich selbst zum Experten zu erklären

Ein häufiger Fehler besteht darin, Expertise vor allem zu behaupten.

„Wir sind Ihr kompetenter Partner.“

„Seit 25 Jahren sind wir Experten auf unserem Gebiet.“

Solche Aussagen können Teil einer Unternehmenskommunikation sein. Sie allein vermitteln jedoch noch kein umfassendes Bild Ihrer fachlichen Kompetenz.

Viel überzeugender ist es, wenn Ihr Wissen im Inhalt selbst sichtbar wird.

Sie können beispielsweise typische Fehler erklären, konkrete Entscheidungshilfen geben, Zusammenhänge verständlich machen oder aus Ihrer beruflichen Erfahrung schildern, worauf Kunden achten sollten.

So wird aus einer allgemeinen Information ein Inhalt, der tatsächlich etwas von Ihrem eigenen Wissen transportiert.

Und genau hier kommen Blogartikel ins Spiel.

Welche Rolle spielen Blogartikel für E-E-A-T?

Ein Blog ist kein Selbstzweck.

Sie müssen nicht jede Woche einen neuen Artikel veröffentlichen, nur damit Ihre Website regelmäßig neue Inhalte bekommt.

Für kleine Unternehmen kann ein Blog vielmehr eine Art „Wissensspeicher“ sein.

Ihre Kunden stellen Ihnen vermutlich jeden Tag Fragen. Manche davon beantworten Sie vielleicht schon seit Jahren. Genau diese Fragen können Ausgangspunkte für informative Blogartikel sein.

Zum Beispiel:

  • „Wann sollte ich meine Heizung warten lassen?“
  • „Was muss ich vor einer Physiotherapie beachten?“
  • „Woran erkenne ich einen guten Handwerksbetrieb?“
  • „Welche Blumen eignen sich für eine Hochzeit?“
  • „Was kostet eine professionelle Website für ein kleines Unternehmen?“
  • „Brauche ich als Selbstständiger wirklich einen Blog?“

Aus solchen Fragen entstehen Inhalte, die einen konkreten Nutzen haben.

Und wenn Sie diese Fragen aus Ihrer fachlichen Perspektive beantworten, bekommen Leser gleichzeitig einen Eindruck davon, wie Sie arbeiten, worauf Sie achten und welches Wissen Sie mitbringen.

Experience: Machen Sie Ihre Erfahrung sichtbar

Der erste Bestandteil von E-E-A-T ist Experience – Erfahrung.

Gerade für kleine und lokale Unternehmen kann das eine besondere Stärke sein.

Ihre Erfahrung zeigt sich beispielsweise darin, dass Sie typische Situationen aus der Praxis kennen, häufige Fehler erkennen oder konkrete Empfehlungen geben können.

Ein Artikel über Bodenbeläge wird beispielsweise interessanter, wenn das Unternehmen nicht nur verschiedene Materialien aufzählt, sondern erklärt, welcher Boden sich für welche Anforderungen eignet und welche Probleme in der Praxis häufig unterschätzt werden.

Solche Beispiele machen Erfahrung greifbar.

Expertise: Erklären Sie Ihr Fachwissen verständlich

Der zweite Bestandteil ist Expertise – Fachwissen.

Dabei geht es nicht darum, möglichst kompliziert zu schreiben.

Im Gegenteil: Fachwissen zeigt sich häufig gerade darin, dass Sie ein komplexes Thema verständlich erklären können.

Für Sie als Unternehmer bedeutet das: Schreiben Sie so, wie Sie einem interessierten Kunden etwas erklären würden.

Vermeiden Sie unnötige Fachbegriffe oder erklären Sie sie, wenn sie für das Thema notwendig sind. Beantworten Sie die Frage möglichst vollständig und geben Sie Ihren Lesern konkrete Orientierung.

Denn Fachwissen zeigt sich nicht darin, wie viele Fachbegriffe Sie verwenden, sondern darin, wie gut Sie ein Thema erklären können.

Authoritativeness: Fachliche Positionierung braucht Zeit

Der dritte Bestandteil ist Authoritativeness – Autorität.

Vereinfacht gesagt geht es darum, wie anerkannt und verlässlich eine Website, eine Person oder eine Organisation in einem bestimmten Themenbereich ist.

Für ein kleines Unternehmen bedeutet das nicht, dass Sie erst jahrelang publizieren oder hunderte Blogartikel schreiben müssen.

Ihre fachliche Positionierung kann beispielsweise durch nachvollziehbare Informationen über Ihr Unternehmen, Qualifikationen, Referenzen oder andere passende Nachweise unterstützt werden.

Auch hochwertige Fachartikel können dazu beitragen, Ihr Wissen und Ihre Positionierung sichtbar zu machen.

Wichtig ist aber:

Ein einzelner Blogartikel macht niemanden automatisch zur anerkannten Autorität.

Autorität entsteht langfristig durch die Gesamtheit Ihrer fachlichen Präsenz.

Trustworthiness: Vertrauen entsteht durch Transparenz

Der vierte Bestandteil ist Trustworthiness – Vertrauenswürdigkeit.

Gerade bei kleinen Unternehmen spielt Vertrauen eine große Rolle.

Ihre Kunden kaufen schließlich nicht nur eine Information. Sie entscheiden sich möglicherweise für eine Dienstleistung, eine Behandlung, eine Reparatur oder eine längerfristige Zusammenarbeit.

Ihre Website sollte deshalb nicht nur fachlich informieren, sondern auch nachvollziehbar machen, wer hinter dem Unternehmen steht und was Kunden erwarten können.

Dazu gehören beispielsweise klare Unternehmensinformationen, aktuelle Kontaktdaten, nachvollziehbare Angaben zu Leistungen und – wenn relevant – Informationen über Qualifikationen und verantwortliche Personen.

Blogartikel können dazu beitragen. Sie ersetzen aber keine transparente und vertrauenswürdige Unternehmenswebsite.

Wie machen Sie Ihr Fachwissen zu guten Blogthemen?

Viele Unternehmer sagen:

„Ich weiß gar nicht, worüber ich schreiben soll.“

Dabei liegt die Themenquelle häufig direkt vor ihnen.

Schauen Sie auf Ihren Arbeitsalltag.

  • Welche Fragen stellen Ihre Kunden immer wieder?
  • Welche Probleme lösen Sie regelmäßig?
  • Welche Fehler beobachten Sie häufig?
  • Welche Entscheidungen fallen Ihren Kunden schwer?
  • Und welche Dinge erklären Sie einem Kunden immer wieder persönlich?

Genau daraus können gute Blogartikel entstehen.

Sammeln Sie Kundenfragen

Beginnen Sie mit den Fragen, die tatsächlich gestellt werden.

Notieren Sie beispielsweise über einige Wochen Fragen aus Telefonaten, E-Mails, Beratungsgesprächen oder persönlichen Gesprächen.

Daraus kann nach und nach eine Themenliste entstehen.

Ein Handwerksbetrieb könnte beispielsweise sammeln:

  • Wann ist eine Reparatur sinnvoll?
  • Wie lange dauert die Ausführung?
  • Was muss ich vor dem Termin vorbereiten?
  • Welche Fehler sollte ich bei der Planung vermeiden?

Ein lokaler Einzelhändler könnte Fragen sammeln wie:

  • Welches Produkt eignet sich für welchen Zweck?
  • Wie pflege ich Produkt X richtig?
  • Woran erkenne ich Qualitätsunterschiede?

Ein Dienstleister kann wiederum typische Fragen zum Ablauf einer Zusammenarbeit beantworten.

Ihre Kunden zeigen Ihnen damit bereits, welche Informationen ihnen fehlen.

Teilen Sie Ihr Erfahrungswissen

Fragen Sie sich bei jedem geplanten Artikel:

Was weiß ich aus meiner täglichen Arbeit, das ein allgemeiner Ratgeber nicht vermitteln kann?

  • Vielleicht kennen Sie typische Fehler, die immer wieder vorkommen.
  • Vielleicht wissen Sie aus Erfahrung, welche Lösung in bestimmten Situationen sinnvoll ist – und wann sie eben nicht sinnvoll ist.
  • Vielleicht können Sie erklären, welche Faktoren Kunden bei einer Entscheidung häufig übersehen.

Genau solche Informationen machen einen Artikel individueller und hilfreicher.

Schreiben Sie nicht nur über Ihr Fachgebiet – helfen Sie bei Entscheidungen

Ein guter Unternehmensblog muss nicht wie ein Lexikon aufgebaut sein.

Besonders nützlich können Artikel sein, die Menschen bei einer konkreten Entscheidung unterstützen.

Beispielsweise:

  • „Reparieren oder ersetzen – wann lohnt sich welche Lösung?“
  • „Welche Heizung passt zu welchem Gebäude?“
  • „Was sollte ich vor dem ersten Termin in der Praxis wissen?“
  • „Warum Ihre Website keine Anfragen bringt: Die 10 häufigsten Ursachen“

Solche Themen verbinden Fachwissen mit einem konkreten Problem.

Und genau das macht Blogartikel für kleine Unternehmen interessant: Sie zeigen nicht einfach, was Sie anbieten, sondern helfen potenziellen Kunden dabei, eine gute Entscheidung zu treffen.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, welche Online-Marketing-Maßnahmen zu einem kleinen Unternehmen passen können, finden Sie auf meiner Angebotsseite einen Überblick über die verschiedenen Bausteine.

Was verschiedene Unternehmen aus ihrem Fachwissen machen können

Handwerksbetriebe

Ein Handwerksbetrieb muss nicht ständig sein gesamtes Leistungsangebot in Blogartikeln wiederholen.

Interessanter sind Fragen aus dem echten Arbeitsalltag:

„Woran erkenne ich, dass mein Dach überprüft werden sollte?“

Oder:

„Welche Fehler sollten Sie bei einer Badsanierung vermeiden?“

Hier können Sie praktische Erfahrung einbringen und erklären, worauf Kunden achten sollten.

Einzelhandel

Ein Fachgeschäft kann Kunden bei Kaufentscheidungen unterstützen.

Zum Beispiel:

„Welche Kaffeemaschine passt zu welchem Kaffeetyp?“

Oder:

„So pflegen Sie Ihre Lederschuhe richtig.“

Das Fachwissen des Unternehmens wird damit zu einem zusätzlichen Service.

Dienstleistungsunternehmen

Dienstleister können Unsicherheiten vor einer Beauftragung aufgreifen.

Zum Beispiel:

„Was sollte ich vorbereiten, bevor ich einen Fotografen für meine Unternehmensbilder buche?“

Oder:

„Wie kann sich ein Unternehmen auf das erste Gespräch mit einem Unternehmensberater vorbereiten?“

Solche Inhalte machen gleichzeitig den eigenen Arbeitsprozess transparenter.

Praxen

Bei medizinischen Themen ist besondere fachliche Sorgfalt erforderlich.

Inhalte sollten verständlich, sachlich und verantwortungsvoll formuliert sein. Statt pauschaler Versprechen können Praxen beispielsweise erklären, wie eine Behandlung grundsätzlich abläuft, welche Fragen Patienten häufig haben oder welche allgemeinen Informationen vor einem Termin hilfreich sein können.

Solo-Selbstständige

Als Solo-Selbstständiger sind Sie selbst häufig ein wichtiger Teil Ihrer Marke.

Ihre Erfahrungen, Ihre Arbeitsweise und Ihre fachliche Perspektive können deshalb stärker in den Content einfließen.

Sie können beispielsweise erklären, welche Erfahrungen Sie zu einer bestimmten Arbeitsweise geführt haben, welche Probleme Sie bei Kunden häufig beobachten oder welche Fragen Ihnen in Ihrer Beratung immer wieder begegnen.

Start-ups

Junge Unternehmen haben möglicherweise noch keine lange Unternehmensgeschichte.

Das bedeutet aber nicht, dass sie kein Fachwissen zeigen können.

Sie können erklären, welches Problem sie lösen, welche Erfahrungen zur Entwicklung ihres Angebots geführt haben und welche Fragen ihre Zielgruppe bei der Nutzung des Produkts oder der Dienstleistung hat.

Gerade am Anfang kann es hilfreich sein, die eigene Expertise transparent zu erklären, statt sie einfach vorauszusetzen.

Wie viele Blogartikel braucht ein kleines Unternehmen?

Eine feste Zahl gibt es dafür nicht.

Vielleicht schaffen Sie einen hochwertigen Artikel im Monat. Vielleicht sind es zwei. Vielleicht beginnen Sie mit fünf besonders relevanten Grundlagenartikeln.

Entscheidend ist, dass die Inhalte zu Ihrem Unternehmen, Ihrer Zielgruppe und Ihren Kapazitäten passen.

Sie müssen nicht ständig neue Themen erfinden.

Ein guter Artikel kann später aktualisiert, erweitert oder um neue Erfahrungen ergänzt werden.

Google selbst empfiehlt ausdrücklich, Inhalte in erster Linie für Menschen zu erstellen und nicht hauptsächlich mit dem Ziel, Suchmaschinen-Traffic zu erzeugen. Auch eine bestimmte Wortzahl wird von Google nicht als Ziel vorgegeben.

So wächst Ihre Website Schritt für Schritt zu einer Wissensbasis, die Ihre Kunden unterstützt und gleichzeitig Ihre fachliche Positionierung sichtbar macht.

Typische Fehler beim Aufbau von E-E-A-T

Sie schreiben nur für Suchmaschinen

Wenn ein Artikel hauptsächlich aus Suchbegriffen besteht, aber die eigentliche Frage des Lesers nur oberflächlich beantwortet, wird daraus kein hilfreicher Fachartikel.

Fragen Sie sich deshalb:

„Würde dieser Artikel auch dann nützlich sein, wenn ich mich überhaupt nicht mit SEO beschäftigen würde?“

Google stellt bei seinen Empfehlungen genau diese Menschenorientierung in den Mittelpunkt.

Sie schreiben nur allgemeine Informationen

Ein sachlich korrekter Artikel kann trotzdem austauschbar sein.

Wenn zehn Websites dieselben Informationen auf dieselbe Weise präsentieren, stellt sich die Frage:

Was bringt Ihr Artikel zusätzlich?

Ihre Erfahrung kann hier den entscheidenden Unterschied machen.

Sie behaupten Expertise, statt sie zu zeigen

„Wir sind Experten für …“ ist schnell geschrieben.

Überzeugender ist es, wenn der Inhalt selbst zeigt, dass Sie wissen, wovon Sie sprechen.

Konkrete Beispiele, nachvollziehbare Erklärungen und praktische Hinweise sind dafür oft wirkungsvoller als reine Selbstaussagen.

Sie veröffentlichen und vergessen Ihre Inhalte

Auch gute Inhalte können veralten.

Prüfen Sie deshalb regelmäßig, ob Informationen noch stimmen, Links funktionieren und Beispiele aktuell sind.

Gerade bei Themen, die sich verändern können, ist Aktualität wichtig.

Sie setzen auf Masse statt auf Nutzen

Mehr Blogartikel bedeuten nicht automatisch mehr Vertrauen.

Für ein kleines Unternehmen können zehn wirklich hilfreiche Fachartikel wertvoller sein als 50 oberflächliche Beiträge.

Qualität und Relevanz sollten deshalb vor der reinen Veröffentlichungsfrequenz stehen.

E-E-A-T ist mehr als ein Blog

Bei aller Bedeutung guter Fachartikel sollten Sie E-E-A-T nicht auf Ihren Blog reduzieren.

Vertrauen entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Elemente Ihrer Website.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • verständliche Informationen über Ihr Unternehmen
  • nachvollziehbare Angaben zu Ihren Leistungen
  • Informationen über die Personen hinter dem Unternehmen
  • fachliche Qualifikationen, sofern relevant
  • Referenzen oder Kundenstimmen
  • aktuelle Kontaktdaten
  • transparente Unternehmensinformationen
  • hochwertige und hilfreiche Fachinhalte

Google empfiehlt in diesem Zusammenhang unter anderem, klar erkennbar zu machen, wer einen Inhalt erstellt hat, und den Hintergrund des Autors nachvollziehbar zu machen.

Gerade bei Fachartikeln kann deshalb ein aussagekräftiges Autorenprofil eine sinnvolle Ergänzung sein.

Der Blog kann ein wichtiger Baustein sein.

Aber er ist eben ein Baustein unter mehreren.

Gute Maßnahmen beginnen mit Klarheit

Vielleicht denken Sie gerade:

„Ich habe gar keine Ahnung, worüber ich regelmäßig schreiben soll.“

Dann schauen Sie nicht zuerst auf andere Websites oder auf irgendwelche Tipps im Internet.

Schauen Sie auf Ihren Arbeitsalltag.

  • Welche Fragen stellen Ihre Kunden?
  • Welche Probleme lösen Sie immer wieder?
  • Welche Fehler sehen Sie häufig?
  • Welche Entscheidungen fallen Ihren Kunden schwer?
  • Und welches Wissen würden Sie einem Kunden mitgeben, wenn Sie 15 Minuten Zeit hätten, ihm das Thema in Ruhe zu erklären?

Daraus können Ihre besten Inhalte entstehen.

Denn gerade als kleines Unternehmen haben Sie einen entscheidenden Vorteil:

Sie kennen Ihre Kunden und deren Probleme aus erster Hand.

Blogartikel schreiben bedeutet nicht, sich künstlich zum „Autor“ zu machen.

Es bedeutet, das Wissen, das bereits in Ihrem Unternehmen vorhanden ist, so aufzubereiten, dass andere davon profitieren können.

Und genau hier beginnt für mich gute Marketingberatung: erst verstehen, dann Inhalte entwickeln.

Das entspricht auch meinem grundsätzlichen Ansatz: 

Erst Klarheit, dann Marketing.

Denn bevor die Frage lautet, welchen Blogartikel wir schreiben, sollte zunächst klar sein:

  • Was macht Ihr Unternehmen aus?
  • Wen möchten Sie erreichen?
  • Welche Fragen haben Ihre Kunden?
  • Und welches Wissen können Sie ihnen wirklich mitgeben?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, wird aus einer Idee eine sinnvolle Marketingmaßnahme.

Sie haben das Fachwissen – wir helfen Ihnen, daraus guten Content zu machen

Sie müssen nicht zum Vollzeit Autor werden, um das Wissen Ihres Unternehmens online sichtbar zu machen.

Als Zertifizierte Fachkraft für Content Marketing (IHK) unterstütze ich kleine und familiengeführte Unternehmen, lokale Betriebe, Praxen, Solo-Selbstständige und junge Unternehmen im DACH-Raum dabei, aus ihrem vorhandenen Fachwissen hilfreiche Inhalte zu entwickeln.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Texte zu produzieren.

Es geht darum, die richtigen Themen zu finden, Ihre Erfahrung und Ihr Wissen herauszuarbeiten und daraus Inhalte zu erstellen, die Ihre Zielgruppe wirklich weiterbringen.

Auf meiner Angebotsseite erfahren Sie mehr darüber, wie mein Team und ich Unternehmen mit Online-Marketing, SEO, Blogartikeln und weiteren digitalen Maßnahmen unterstützen.

Sie kennen Ihr Fachgebiet. Wir kennen uns mit Online-Marketing aus. Gemeinsam machen wir Ihre Expertise online sichtbar – mit authentischen Inhalten, die Vertrauen schaffen, Kompetenz zeigen und Ihre Kunden erreichen.

Wenn Sie herausfinden möchten, welche Themen sich für Ihr Unternehmen eignen, können Sie unverbindlich Kontakt aufnehmen.

Häufige Fragen zu E-E-A-T und Blogartikel

Ist E-E-A-T ein Rankingfaktor bei Google?

Nein. E-E-A-T selbst ist kein einzelner Rankingfaktor. Google beschreibt E-E-A-T als eine Kombination von Aspekten, anhand derer sich hilfreiche und vertrauenswürdige Inhalte betrachten lassen.

Es gibt deshalb keinen einzelnen „E-E-A-T-Schalter“, den Sie auf Ihrer Website aktivieren können.

Kann ein Blog allein E-E-A-T aufbauen?

Ein Blog kann dazu beitragen, Erfahrung und Fachwissen sichtbar zu machen. Er ist aber nur ein Teil des Gesamtbildes.

Auch Unternehmensinformationen, Autorenangaben, Qualifikationen, Referenzen und die allgemeine Vertrauenswürdigkeit einer Website können relevant sein.

Muss ich ständig neue Blogartikel veröffentlichen?

Nein. Es geht nicht darum, möglichst viele Beiträge zu produzieren. Wenige, dafür hilfreiche und fachlich fundierte Inhalte können sinnvoller sein als eine große Menge oberflächlicher Artikel.

Muss ich meine Blogartikel selbst schreiben?

Nicht unbedingt. Sie können beispielsweise Unterstützung bei Recherche, Struktur, Texterstellung und Content-Strategie nutzen.

Ihr Fachwissen sollte dabei jedoch nicht verloren gehen.

Ein sinnvoller Ansatz kann sein: 

Sie liefern Erfahrung, Fachwissen und Beispiele aus der Praxis – wir machen daraus Inhalte, die Ihre Expertise sichtbar machen und Vertrauen schaffen.

So bleibt der Inhalt authentisch, ohne dass Sie jede Woche mehrere Stunden mit dem Schreiben verbringen müssen.

Wie kann ich meine Erfahrung in einem Blogartikel zeigen?

Indem Sie nicht nur allgemeine Informationen wiedergeben.

Beschreiben Sie typische Situationen aus Ihrem Berufsalltag, erklären Sie häufige Fehler, geben Sie praktische Entscheidungshilfen und zeigen Sie, worauf es aus Ihrer Sicht wirklich ankommt.

Dabei sollten selbstverständlich keine vertraulichen Kundendaten oder persönlichen Informationen ohne Einverständnis veröffentlicht werden.

Wie lang muss ein Blogartikel sein?

Es gibt keine magische Wortzahl für E-E-A-T.

Ein Artikel sollte so ausführlich sein, wie es notwendig ist, um die konkrete Frage sinnvoll zu beantworten.

Google weist ausdrücklich darauf hin, dass man nicht auf eine bestimmte Wortzahl schreiben sollte, nur weil man gehört hat, dass Google eine bevorzugte Wortzahl habe.

Nicht die Länge entscheidet über den Wert eines Artikels, sondern sein Nutzen für den Leser.

Kann ich mit Blogartikel bessere Google-Rankings erreichen?

Ein hochwertiger Blogartikel kann für bestimmte Suchanfragen sichtbar werden. Ein einzelner Artikel garantiert jedoch keine besseren Rankings.

Deshalb sollte ein Blog nicht als schnelle Ranking-Methode verstanden werden.

Sinnvoller ist es, langfristig eine Website aufzubauen, die relevante Fragen Ihrer Zielgruppe hilfreich und vertrauenswürdig beantwortet. Google empfiehlt ausdrücklich, Inhalte in erster Linie für Menschen und nicht hauptsächlich für Suchmaschinen zu erstellen.

Was kann ich schreiben, wenn ich keine Zeit für einen Blog habe?

Dann müssen Sie nicht zwangsläufig selbst jeden Schritt übernehmen.

Eine Möglichkeit ist, regelmäßig Ihre häufigsten Kundenfragen und Ihr Fachwissen zu sammeln und die redaktionelle Umsetzung abzugeben.

So bleibt das fachliche Wissen bei Ihnen, während Content-Planung, Struktur, Recherche und Texterstellung professionell unterstützt werden können.

Wie starte ich am besten mit meinem Unternehmensblog?

Beginnen Sie klein.

Sammeln Sie zehn Fragen, die Ihre Kunden besonders häufig stellen. Wählen Sie daraus die Themen aus, bei denen Sie besonders viel praktische Erfahrung haben.

Erstellen Sie zunächst einige wirklich hilfreiche Artikel, statt sofort einen umfangreichen Redaktionsplan für ein ganzes Jahr zu entwickeln.

So können Sie Schritt für Schritt herausfinden, welche Themen zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Zielgruppe passen.


Quellen und weiterführende Informationen

Isabella Örtülü
Autor

Isabella Örtülü

Isabella Örtülü ist Online-Marketing-Beraterin und Strategin. Sie unterstützt kleine und familiengeführte Unternehmen im DACH-Raum dabei, ihr Online-Marketing besser zu verstehen, sinnvoll zu strukturieren und klar aufzubauen.